
18:00-19:00 Uhr
Die Beziehung der Schweiz zu den Polarregionen ist seit Langem von einer starken Anziehung geprägt. Ob in Wissenschaft, Literatur oder der Reisebranche – Faszination und Sehnsucht sind die treibenden Emotionen hinter dem Schweizer Blick aufs «ewige Eis». Dies zeigt sich auch in der Museumssammlung: Anfang des 20. Jahrhunderts führen auch Schweizer Expeditionen in das dänisch-koloniale Grönland. Sie bringen zahlreiche Dinge mit, die heute als «Grönland-Sammlung» im Bernischen Historischen Museum aufbewahrt werden. Diese Sammlung wirft Fragen auf – Fragen, denen die Veranstaltung nachgeht.
Auf dieser dialogischen Führung durch die Ausstellung «Grönland in Sicht! Perspektiven auf ein koloniales Erbe» werden kolonial und rassistisch geprägte Narrative in der Wissensproduktion sichtbar gemacht und gemeinsam hinterfragt. Vera Sperisen und Kulturvermittlerin Vera Mauerhofer führen gemeinsam durch die Ausstellung und in die Thematik ein.
Dr. phil. Vera Sperisen ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum Politische Bildung und Geschichtsdidaktik, Institut Forschung und Entwicklung der PH FHNW. In ihrer aktuellen Forschung untersucht sie, wie indigene Gemeinschaften in polaren Regionen in Lehrmitteln dargestellt werden.
Vor der Führung findet die Einführung in die künstlerische Intervention «Dekolonisierung durch grönländische Linsen» von Jil Rissi statt. Melden Sie sich für beide Veranstaltungen über den untenstehenden Link an.
Die Führung ist im Eintrittspreis (Brenisches Historisches Museum) inbegriffen (Tarif «Basistarif»).
Das Bernische Historische Museum ist eines der bedeutendsten historischen Museen der Schweiz. Seine Sammlung ist ein Kulturspeicher für die Geschichte Berns und der Welt. Seit der Gründung des Museums im Jahr 1889 ist das Sammlungsgut aus Geschichte, Archäologie, Ethnografie und Numismatik auf eine halbe Million Objekte angewachsen. Darunter befinden sich herausragende Objekte von internationalem Rang. Zum Nutzen zukünftiger Generationen pflegt, erweitert und erforscht das Museum dieses Kulturerbe.
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Helvetiaplatz 5
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