
Sámi-Widerstand gegen globale Rohstoffpolitik. Solidarität von Sápmi bis Bern
Filmvorführug & Gespräch der Menschenrechtsorganisation Voices mit Indigenen Sámi-Aktivist:innen (Englisch)
Land und Wasser sind für die Indigenen Sámi nicht nur Ressourcen, sondern die Grundlage von Kultur, Identität und Überleben. In Sápmi – der Heimat der Sámi im Norden Norwegens, Schwedens, Finnlands und Russlands – geraten diese Lebensgrundlagen zunehmend unter Druck. Rohstoffprojekte im Kontext von Geopolitik und Energiewende bedrohen Landschaften, Gewässer und traditionelle Lebensweisen.
Am Beispiel der geplanten Minenprojekte Nussir (Norwegen) und Vittangi (Schweden) wird deutlich, wie globale Rohstoffinteressen lokale Ökosysteme und Gemeinschaften gefährden. Hinter diesen Eingriffen stehen international vernetzte Akteure: die Europäische Union mit ihrer Rohstoff- und Klimapolitik, multinationale Bergbauunternehmen, Investoren und Versicherungen sowie globale Lieferketten – Verbindungen, die auch bis in die Schweiz reichen.
Gleichzeitig formiert sich Widerstand. Sámi Aktivist:innen und Organisationen vernetzen sich über Grenzen hinweg, nutzen internationale Rechtsinstrumente und bauen Allianzen mit Umwelt- und Menschenrechtsbewegungen auf.
Im Zentrum dieser Veranstaltung stehen zwei junge Sámi-Aktivistinnen: Helene Sofie Smit und Anna Ravna. Beide spielen eine zentrale Rolle im Widerstand gegen das Nussir mining project, das ein fragiles Ökosystem sowie die samische Rentierhaltung bedroht.
Gemeinsam werfen wir einen Blick auf ihre bisherigen Erfolge, diskutieren aktuelle Herausforderungen in Sápmi und beleuchten, wie die Zusammenarbeit zwischen jungen Umweltaktivist:innen und der Sámi-Bewegung diesen Widerstand prägt. Abschließend fragen wir, wie Solidarität von der Schweiz aus konkret aussehen kann – und wo ihre Möglichkeiten und Grenzen liegen.

Das Kino Cinématte wird vom Kulturverein Cinématte getragen. Er bezweckt, allgemein die Präsenz der schweizerischen und europäischen Filmkultur zu stärken. Dies im Interesse eines qualitativ hochstehenden und vielfältigen Filmangebots mittels öffentlicher Vorführungen von Premierenfilmen und Reprisen.
Adresse:
Wasserwerkgasse 7
3011 Bern

